18) Die Schusterplatte – ein Gipfel vor der Haustür
Ausgangsort: Moos/Berghotel Tirol (1370m) Auf einen Blick: Berghotel Tirol – Fischleintal – Innichriedl – Schusterplatte – Dreizinnenhütte – Berghotel Tirol Höhenunterschied: 1587 m Höchste Wegstelle: Schusterplatte 2957m Reine Gehzeit: 8 Stunden Weglänge: ca. 14 Kilometer Schwierigkeit: 5-Bergschuh-Wanderung
Tips und besondere Hinweise: Die Schusterplatte ist ein schöner, vielbegangener Berg, des Bergsteigern wegen seines Ausblicks und des leichten Zugangs bekannt ist. Sie erhebt sich auf der Süd-Nord-Hauptachse der Dreischustergruppe und bietet einen besonders herrlichen Ausblick auf die nahe Dreischusterspitze. Dem Blick enthüllt sich hier ein wilder, gemarterter, jedoch wundervoller Gipfel. Die Schusterplatte ist daran erkennbar, daß ihr Gipfel lang und platt ist. Steinmännchen stehen auf dieser Kuppe.
Wegbeschreibung: Vom Berghotel mit dem Bus oder Pkw ins Fischleintal. Von dort zur Talschlusshütte und auf Weg Nr. 102 links hinauf Richtung Dreizinnenhütte. Oberhalb der Seen weist eine Wegtafel zur Schusterplatte hin, wo man bis zum nahen Innichriedl (2381m, Schützengräben) geht und dann den Sattel überquert. Auf der anderen Seite steigt man nun einen grasverwachsenen Geröllhang hinauf und dann geht man nach links durch eine Art kleines Tal (Kriegstunnel) zum Niederjoch (2465m). Über Militärpfade steigt man schnell ins Innichriedlkar ab, überquert dieses und steigt direkt in die breite Rinne ein. Durch die Rinne steigt man mühsam, aber ohne Schwierigkeiten auf einem mit Steinmännchen gut markierten Steig hinauf und gelangt an den Fuß von Felsstufen, die vom Wasser glattgescheuert wurden und biegt dann über Felsstufen leicht nach links. Oberhalb der Steilstufe gelangt man in einen breiten Schuttkessel den man überquert und dann steil einen felsigen Hang in Richtung Altensteinscharte hinauf. Man erreicht einen Einschnitt, von dem aus man auf die fast furchterregende Weißlahn hinunterblicken kann. Links geht es über teilweise ausgesetzte Bänder über einen Schutthang, vorbei an sonderbar geformten Felsblöcke, hinauf auf die lange und platte Höhenkuppe, an deren äußerstem nördlichen Rand Steinmännchen stehen; auch ein Vermessungspunkt befindet sich dort. Der Abstieg erfolgt über den selben Weg, wobei man aber in der Dreizinnenhütte einkehren kann oder aber ins Innerfeldtal absteigen kann
Wanderkarten: Tabacco 1:25.000 Sextner Dolomiten
Zusammenfassung: eine durchaus wertvolle, sehr empfehlenswerte Gipfelbesteigung, wo im Süden die rotgelben Wände des Paternkofels und der Drei Zinnen leuchten und im Norden die Fernsicht durch die Dreischusterspitze beeinträchtigt wird.