3. Alpinisteig in den Drei Zinnen-Dolomites (2717m)

Ausgangspunkt: Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn (1914m)
Gehzeiten: Gesamt 7 ½ Stunden
Aufstieg 3 ¼ Stunden
Alpinisteig 2 ¼ Stunden
Abstieg 2 Stunden bis Talschluss
Höhenmeter: ca. 800m
Schwierigkeit:leicht/mittel
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Tourenvorschlag Tappeiner

 

Berghotel – Rotwandwiesen – Rotwandköpfe - Sentinellascharte – Elferscharte – Zsigmondyhütte – Fischleintal - Berghotel

Detailstrecken am Klettersteig: 50% Stahlseil und 50% Steig

Schwierigkeit und allgemeine Information: Der Alpinisteig verläuft ohne großen Höhenunterschied durch die Westflanke des Elfers, wobei er natürlichen Felsbändern folgt. Zum Großteil handelt es sich bei diesem Steig mehr um eine anspruchsvolle Bergtour auf ehemaligen Kriegssteigen, als um einen Klettersteig. Trotzdem ist die Begehung der schmalen Felsbänder, die bestens mit Stahlseilen gesichert sind, eine sehr luftige Angelegenheit. Der Abschnitt von der Elferscharte zur Sentinella-Scharte birgt die eigentlichen Schwierigkeiten.

Zustieg: Man fährt mit der Gondelumlaufbahn zur Bergstation Rotwandwiesen (1914 m) und folgt dem Weg 100, bis links ein Steig abzweigt, der über die Rotwandköpfe zum Einstieg des Rotwandklettersteiges führt. Man folgt dem Klettersteig, geht an der Wurzbachstellung (Überreste aus dem Ersten Weltkrieg) vorbei und steigt weiter bis zu einer Wegverzweigung (Anderterscharte, 2698 m). Dort verlässt man den Aufstieg zur Rotwand, der nach links weiter führt und folgt einer Steigspur abwärts bis zur Geröllrinne, die von der Sentinella-Scharte herunterzieht. Steil und mit Hilfe von Stahlseilsicherungen klettert man aufwärts, bis die Route in den Alpinisteig mündet.

Routen-Info: Nach dem Einstieg geht es weiter zur Elferscharte und über den Alpinisteig bis zur Zsigmondy-Hütte. Abstieg hinunter zum Parkplatz im Fischleintal (Busverbindung zum Startpunkt). Die Schwierigkeiten des Alpinisteig Sexten hängen sehr von den äußeren Bedingungen ab; auf heikle Verhältnisse stößt man vor allem im Frühsommer in der Elfer-Nordwand, zwischen Sentinella- und Elferscharte. Vor Antritt der Tour Infos über den Wegzustand einholen! Weniger problematisch ist das Teilstück von der Elferscharte zum Inneren Loch; recht anspruchsvolle Klettersteigpassagen weist dagegen der Anstieg zur Sentinellascharte auf.

Markierung: Rotwand-Klettersteig rote Dreiecke, Übergang zur Sentinellascharte weitgehend unmarkiert, Alpinisteig rot-weiß-rot mit der Nummer 101, Abstieg Nummer 103

Variante 1: Man wandert vom Parkplatz (1450 m) im Fischleintal vorbei an der Talschlusshütte zur Zsigmondy-Hütte (2224 m) und folgt dem Weg Richtung Giralba-Joch. Bei einer Wegverzweigung unterhalb vom Joch geht man auf dem Weg 101 Richtung „Inneres Loch“ und vorbei an der Abzweigung zur Hochbrunnerschneide bis zum Beginn des Bandes „Cengia della Salvezza“ (Beginn des Alpinisteiges):
a) von der Elferscharte hinunter zur Anderteralm und weiter über den Weg Nr. 122 zum Ausgangspunkt;
b) von der Elferscharte weiter zur Sentinella-Scharte. Unterhalb der Scharte (Wegverzweigung) steil hinunter ins Anderteralpenkar (Stahlseile) und über
den Geröllhang abwärts, bis man auf den Weg Nr. 124 trifft. Der weitere Abstieg erfolgt über den Weg Nr. 122 zurück zum Ausgangspunkt (diese Variante ist wegen des Wegabschnittes Elferscharte–Sentinella-Scharte und wegen des steilen, stahlseilgesicherten Abstieges von der Sentinella-Scharte um einiges schwieriger). Auf- und Abstieg jeweils: 1400 Hm, ca. 8 ½ Stunden.

Variante 2: Man fährt mit der Gondelumlaufbahn zur Bergstation Rotwandwiesen (1914 m) und geht hinunter zur Rudihütte. Dann folgt man dem breiten Weg 100 über die Wiesen bergaufwärts zu einer Weggabelung (Beschilderung). Hier biegt man rechts ab (Weg Nr. 100), steigt hinauf zu den Ausläufern der Rotwandköpfe und geht über den felsigen Kamm zur nächsten Abzweigung. Dort rechts ab und über den Weg 100 ins Anderteralpenkar. Steil und anstrengend (z. T. schlechter Steig) hinauf in die Elferscharte (Nr. 124) und weiter über den Alpinisteig. Der
Abstieg erfolgt über die Zsigmondy-Hütte hinunter zum Parkplatz im Fischleintal (Busverbindung zurück zur Talstation des Rotwandliftes). Aufstieg: 800 Hm, Abstieg: 1400 Hm, ca. 6 ½ Stunden.

Variante 3:  Von der Carducci-Hütte folgt man dem Weg zum Giralba-Joch (2297 m), steigt auf der Nordseite kurz ab und zweigt dann nach rechts ab. Man trifft auf den Weg Nr. 101 von der Zsigmondy-Hütte und folgt dem Weg absteigend (vorbei an der Abzweigung zur Hochbrunnerschneide) bis zum Beginn des Bandes „Cengia della Salvezza“ (Beginn des Alpinisteiges). Von der Scharte steigt man steil durch das ostseitige Kar in das Vallon Popera ab und folgt dann dem markierten Weg zur Berti-Hütte und weiter zum Ausgangspunkt, dem Rifugio Lunelli.

Highlights: Felskulisse am Alpinisteig, Aussicht auf die Sextner Dolomiten; steiler gesicherter Anstieg zur Sentinellascharte.

Karte: Alpinisteig in den Sextner Dolomiten
 

 

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