4. Tofana di Rozes (3225m)

Tofana di Rozes

Ausgangspunkt: Rifugio Dibona (2037m)
Gehzeiten: Gesamt 7 ¾ Stunden
Aufstieg 5 ¼ Stunden
Abstieg 2 ½ Stunden
Höhenmeter: ca. 1200m
Schwierigkeit: schwer
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Tourenvorschlag Tappeiner

 

Rifugio Dibona – Forcella Rozes – Tofana di Rozes – Rifugio Cantore/Forcella Tofana – Rifugio Dibona

Detailstrecken am Klettersteig: 55% Stahlseil, 5% Leitern, 30% Steig, 10% Tunnel

Schwierigkeit und allgemeine Informationen: Die langen Querungen in der Westwand sind dem Schmelz- und Regenwasser ausgesetzt. Bis hin zu den Tre Dita ist kaum ein Höhengewinn zu spüren. Der eigentliche Höhengewinn erfolgt im oberen Teil der Wand, wobei sich hier die Länge des Anstiegs spürbar macht. Auf den Bändern und Schuttterrassen der Westwand liegt sehr oft noch im Frühsommer harter Altschnee. Ebenso verwandelt sich der Aufstieg gegen den Herbst hin nach den ersten Schneefällen oft in ein delikates Unternehmen. Die Mitnahme eines Eispickels ist dann auf alle Fälle anzuraten.

Anfahrt und Ausgangspunkt: Vom Falzarego-Pass Richtung Cortina. Einige Kilometer nach der Abzweigung zu den Cinque Torri zweigt links (Beschilderung) die anfangs noch asphaltierte Straße zum Rifugio Dibona (Parkplatz) ab.

Zustieg: Vom Rifugio Angelo Dibona (2053 m) geht man zuerst auf breitem Kriegsweg Richtung Tofana-Südwand. Bei der Talstation der Materialbahn zum Rifugio Giussani links weiter (Mark. Nr. 442) und steil aufwärts durch den Latschenhang bis unter die Südwand. Auf dem Weg Nr. 404 nach links bis zu einer Weggabelung (Markierung), dann rechts aufwärts bis zum Beginn des Castelletto-Tunnels.

Routen-Info: Sehr lange und anspruchsvolle Bergtour, die eine gute Portion an Bergerfahrung, Wetterkenntnis und ausgezeichnete Kondition voraussetzt! Lange Bänder, die allesamt an den exponierten Stellen gut gesichert sind, leiten im unteren Teil immer wieder zu den Steilaufschwüngen, die diese Querungen verbinden. Der Fels ist in den Steilpassagen gut griffig, die Stahlseile sind neu und ausgezeichnet gespannt. Am markanten Felszacken der Tre Dita (2680 m) besteht die Möglichkeit die Tour abzubrechen und zum Rifugio Giussani abzusteigen (Hinweis an der Felswand). Ansonsten nach rechts auf einem Band in das große Amphitheater. Ein senkrechter Aufschwung erfordert Armkraft, dann leiten die Stahlseile über Felsrampen bis zum Ausstieg am Nordwestgrat (3027 m). Von dort über den Normalweg zum Gipfel des Tofana.

Charakteristik und technische Details: Sehr langer Klettersteig mit langen, flachen Gehpassagen. Zwei Leitern führen zum 500 Meter langen, absolut finsteren „Castelletto“- Stollen (unbedingt Stirnlampe!). Der Steig ist an allen exponierten Stellen ausgezeichnet mit gut verspanntem, dickem Stahlseil abgesichert, auf die eigentlichen Schwierigkeiten trifft man erst im letzten Abschnitt des Klettersteigs! Bei Wetterverschlechterung oder Konditionsproblemen kann man die Gipfeltour bei den Tre Dita oder am Ausstieg der Ferrata abbrechen.

Abstieg: Vom Gipfel über den Normalweg zurück zur Schulter, dann der blauen Markierung über den anfangs steilen, felsigen Nordosthang abwärts und über den weniger steilen Geröllhang zum Rifugio Giussani. Von dort führt der Weg Nr. 403 zurück zum Ausgangspunkt.

Markierung: rot-weiß-rot mit den Nummern 442, 404 und 403, am Klettersteig rote Punkte

Highlights: Beklemmend der stockdunkle Castelletto-Stollen, grandios die Westwand der Tofana. Klettersteigpassagen oberhalb der Tre Dita, das beeindruckende Gipfelpanorama mit dem Val Travenanzes als Hintergrund. Achtung: Die Wand liegt am Vormittag im Schatten!

Karte: Klettersteig Tofana di Rozes
 

 

 

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