6. Ferrata Roghel (2560m) - 7. Cengia Gabriella (2470m)

Sonnenaufgang in den Drei Zinnen-Dolomites

Ausgangspunkt: Rifugio Lunelli (1568m)
Gehzeiten: Gesamt 10 Stunen
Rifugio Lunelli Ferrata Roghel – Cadin de Stalata 4 Stunden
Gengia Gabriella 3 ½ Stunden
Abstieg ins Fischleintal 2 ½ Stunden
Höhenmeter: ca. 1100m
Schwierigkeit: schwer
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Tourenvorschlag Tappeiner

 

Lunellihütte – Bertihütte – Ferrata Roghel – Bivacco Battaglione Cadore – Ferrata Cengia Gabriella – Carduccihütte – Zsigmondyhütte – Fischleintal - Berghotel

Detailstrecken am Klettersteig: 95% Stahlseil und einige Tritthilfen, 5% exponierter Pfad

Schwierigkeit und allgemeine Informationen: Schwieriger und auf Abschnitten sehr steiler Klettersteig (zum Teil ist Armkraft gefragt!); die Felsqualität lässt allerdings oft zu wünschen übrig. Sind mehrere Bergsteiger in der Route unterwegs, ist mit erhöhter Steinschlaggefahr zu rechnen. Schlecht verspannte Stahlseile und lange Abstände zwischen den Verankerungen verlangen sauberes Steigen und ausreichende
Erfahrung im alpinen Umfeld! Die Sicherungen der Ferrata Roghel gehören ohne Zweifel in die Kategorie „altes Eisen“! Der Steig kann nicht als eigene Bergtour begangen werden, da es keinen einfachen, kurzen Abstieg gibt und auf jeden Fall die Fortsetzung über die Cengia Gabriella ansteht. Bei Gewitter oder starkem Regen ist diese Route unbedingt zu meiden (große Steinschlag- und Erdrutschgefahr).

Zustieg: Vom Rifugio Lunelli (1568 m) folgt man der Beschilderung zum Rifugio Berti. Kurz unterhalb der Hütte muss man den Bach überqueren. Dort geht man direkt vor der Brücke über einen gut sichtbaren Steig (keine Beschilderung und keine Markierung) links aufwärts zum etwas breiteren Weg Nr. 152 (Markierung). Man folgt diesem nach links bis ein Schild (Ferrata Roghel) den Weiterweg weist. Der mit roten Punkten markierte Steig führt steil hinauf zum Einstieg des Klettersteiges.

Charakteristik und technische Details: Fast durchwegs mit Stahlseil gesicherter, schwieriger Klettersteig mit einigen sehr steilen Passagen (oft Tritthilfen). Das zum Teil recht alte Stahlseil ist beweglich und locker zwischen den viel zu weit auseinanderliegenden Verankerungen verspannt, was für den Hintermann sehr unangenehm ist. Auf diesem Anstieg ist eine gute Klettertechnik und solide alpine Erfahrung gefragt. Ein Sturz in das nicht gerade vertrauenerweckende Stahlseil könnte fatale Folgen haben. Der Fels ist zudem oft splittrig und brüchig, was für nachsteigende Bergsteiger eine erhöhte Steinschlaggefahr bedeutet.

Abstieg Richtung Cengia Gabriella: Auf der Rückseite der Forcella tra le Guglie steigt man zuerst über Bänder (Stahlseile) nach links zur Westflanke der Prima Guglia di Stallata und weiter zur Geröllschlucht am Wandfuß ab. Diese leitet hinunter zum tiefsten Punkt des Weges (2300 m) im Hochtal des Ciadin di Stallata (ca. 240 Hm Abstieg, 45 Minuten). Etwas unterhalb, auf 2219 m, liegt das Bivacco Battaglione Cadore.

Routencharakter: Ein absolutes Highlight unter den Dolomiten-Klettersteigen; schwierige Passagen an der Ferrata Roghel. Nicht unterschätzt werden darf auch die Länge der Tour – gute Kondition ist unerlässlich. Beim Abstieg vom Cengia Gabriella können Steigeisen und Teleskopstöcke nützlich sein, vor allem im Frühsommer, wenn die Drahtseile noch unter dem Schnee liegen.

Markierung: Rot-weiß-rot mit den Nummern 101, 109, 103. Wegzeiger an den Verzweigungen

Highlights: Bei schönem Wetter die ganze Tour. Action an der Ferrata Roghel, herrliche Brenta-Motive am Gabriella-Band; Felskulisse des Val Stalata und des oberen Giralbatales

Karte: Klettersteigs "Ferrata Roghel" & Ferrata Cengia Gabriella
 

 

 

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